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11.11.2012
Staatsanwaltschaft Koblenz erhebt Anklage wegen Entführung eines Babies aus Tschechien
Die Staatsanwaltschaft legt einem 50 Jahre alten Angeschuldigten sowie einer 47 Jahre alten Angeschuldigten aus Neuwied zur Last, gemeinschaftlich am 04.07.2012 in Usti nad Labem (Tschechien) einen am 16.06.2012 geborenen weiblichen Säugling aus seinem Kinderwagen gerissen und das Kind auf der nachfolgenden Flucht nach Deutschland verbracht zu haben.
Die Angeschuldigten konnten nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen, die von der Staatsanwaltschaft Dresden auf Rechtshilfeersuchen der tschechischen Behörden veranlasst worden waren, am 09.07.2012 in Neuwied festgenommen werden. Das Kind wurde in die Obhut des Jugendamtes Neuwied übergeben und kurze Zeit später von seiner Mutter abgeholt. Über die genauen Motive der Tat ist im Rahmen der Ermittlungen nichts bekannt geworden.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen die beiden seit dem 10.07.2012 in Untersuchungshaft befindlichen Angeschuldigten wegen dieses Vorfalls am 22.10.2012 wegen mittäterschaftlich begangener Entziehung Minderjähriger Anklage zur 1. großen Strafkammer des Landgerichts Koblenz erhoben.

Gegenstand der Anklage ist weiterhin der Vorwurf, die Angeschuldigten hätten im Jahr 2011 in Bendorf und anderorts in zwei Fällen jeweils einen PKW bei Probefahrten gestohlen und später unter Vorlage gefälschter Ausweispapiere an gutgläubige Dritte veräußert. Dies begründet den hinreichenden Tatverdacht des gewerbsmäßigen Diebstahls, des gewerbsmäßigen Betrugs sowie der Urkundenfälschung.

Sofern Sie zu gegebener Zeit Interesse an dem weiteren Fortgang des Verfahrens haben, bitte ich Sie, sich an die Medienstelle des Landgerichts Koblenz zu wenden.

Das Vergehen der Entziehung Minderjähriger wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, der gewerbsmäßige Diebstahl mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren, der gewerbsmäßige Betrug mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren, die Urkundenfälschung mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.
Aktenzeichen: 2080 Js 39677/12
Quelle: Staatsanwaltschaft Koblenz - PM vom 07.11.2012
Quelldatum: 07.11.2012
Quelllink: http://www.mjv.rlp.de/Staatsanwaltschaften/St

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