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25.11.2012
Gericht verhandelt Tod einer 22-Jährigen – Mord zur Wiederherstellung der Familienehre?
Das Landgericht Osnabrück verhandelt derzeit in einer Strafsache gegen einen jetzt 29-jährigen Angeklagten, z. Zt. JVA Oldenburg, und seinen jetzt 70-jährigen mitangeklagten Schwiegervater aus Dörpen, z.Zt. JVA Lingen, wegen des Vorwurfs des Mordes. Ihnen droht im Falle der Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Das Opfer und die Angeklagten stammen aus Sunnitenfamilien, die eine streng traditionell patriarchalisch-islamische Familienstruktur aufweisen sollen. Die 22-jährige Tochter soll gegen den Willen ihres Vaters und ihres Ehemanns aus dieser Familienstruktur ausgebrochen und mit einem verheirateten Aleviten eine Beziehung eingegangen sein. Dadurch soll sie aus Sicht der Angeklagten die Ehre der Familie derart befleckt haben, dass nur durch ihre Tötung die Familienehre wieder hergestellt werden konnte. So sollen sich am 16. Mai 2012 der angeklagte Ehemann und der angeklagte Vater zum damaligen Aufenthaltsort des Opfers in Dörpen begeben haben, um die Familienehre wieder herzustellen. Dort soll der Ehemann seine Ehefrau nach Absprache mit seinem Schwiegervater mit den Händen erwürgt haben.
Aktenzeichen: 6 Ks 8/12
Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 57/12 vom 13.11.2012
Quelldatum: 14.11.2012
Quelllink: http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachs

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