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22.12.2013
Verfahren wegen mutmaßlichem Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz
Das Amtsgericht Hannover verhandelt derzeit wegen des Vorwurfs der unbefugten Nachstellung. Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft dem Angeklagten vor, in 3 Fällen gegen eine vollstreckbare Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz verstoßen und in einem Fall zugleich einen Menschen bedroht zu haben.
Das potentielle Opfer der Taten ist die Ehefrau des Angeklagten, die sich bereits im Jahr 2009 von ihm getrennt hatte. Die Ehefrau hielt sich vor dem Angeklagten versteckt auf. Der Angeklagte soll nun Druck auf deren Familie ausübt haben, was dazu geführt haben soll, dass er den Aufenthaltsort seiner Ehefrau in Hannover ausfindig machte. Die Ehefrau erwirkte vor dem Familiengericht Hannover ein Kontakt- und Näherungsverbot gegen den Anklagten. Dennoch soll er am 14.11.2011 seiner Ehefrau aufgelauert haben, nachdem sie Kinder zur Schule gebracht hatte.
Am 15.12.2011 soll er erneut seiner Ehefrau aufgelauert haben, nachdem diese die Kinder zur Schule gebracht hatte. Der Angeklagte soll in seinem Audi A8 an ihr entlang gefahren sein, um sie abzupassen.
Am 14.2.2012 soll er erneut am Wohnhaus der Ehefrau vorbeigefahren sein. Er habe dann eine sich dort aufhaltende Bekannte angehalten und ihr sinngemäß gesagt, dass er seine Frau umbringen werde, wenn diese einen neuen Mann habe.

Der Angeklagte sitzt seit dem 13.11.2013 in Untersuchungshaft, nachdem das Amtsgericht Hannover am 23.10.2012 einen Haftbefehl erlassen hatte. Der Angeklagte wurde bei einer Verkehrskontrolle in Hannover festgenommen.
Aktenzeichen: 236 Ds 221/12
Quelle: Amtsgericht Hannover - PM vom 17.12.2013
Quelldatum: 18.12.2013
Quelllink: http://www.amtsgericht-hannover.niedersachsen

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