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15.02.2009
Vereinbarung für Kindersicherheit im Netz
Führende Anbieter von Webseiten haben erstmalig eine Vereinbarung für mehr Sicherheit von Minderjährigen bei der Internetnutzung unterzeichnet. An der sozialen Vernetzung sind unter anderem Facebook, Google/YouTube, Microsoft Europe, Myspace, StudiVZ und Yahoo!Europe beteiligt. Teenager können dadurch besser mit potenziellen Risiken im Internet umgehen wie Cyber-Mobbing oder der Preisgabe persönlicher Daten. Dies teilt die Europäische Kommission mit.
Websites sozialer Netzwerke sind ein neues soziales und wirtschaftliches Phänomen, das 41,7 Millionen regelmäßige Nutzer in Europa anzieht und die Art und Weise der Kommunikation über das Internet verändert. Die Nutzung solcher Websites hat im letzten Jahr in Europa um 35 Prozent zugenommen und wird sich voraussichtlich bis 2012 mit 107,4 Millionen Nutzern mehr als verdoppeln. Voraussetzung für die Weiterentwicklung dieser Vernetzungsangebote ist es, dass sich junge Nutzer sicher fühlen, wenn sie ihre Netzwerke im Internet ausweiten oder persönliche Daten weitergeben. Zu den potentiellen Gefahren gehören Cyber-Mobbing (Mobbing und Belästigung von Kindern im Internet oder per SMS), Grooming (Erwachsene suchen „freundschaftlichen“ Kontakt zu Kindern, um sie später sexuell zu missbrauchen) und gefährliches Verhalten, wie die Weitergabe persönlicher Daten.

Diese Risiken sollen durch eine Reihe von Maßnahmen begrenzt werden, etwa die Einführung einer einfach anklickbaren und zugänglichen Meldetaste, mit der Nutzer anstößige Kontaktaufnahmen oder Verhaltensweisen mit einem Mausklick melden können. Zudem wird sichergestellt, dass alle Online-Profile und Kontaktlisten der Website-Nutzer, die als unter 18 registriert sind, vorgabemäßig“ als „privat“ eingestuft werden. Es wird gewährleistet, dass die privaten Profile von Nutzern unter 18 nicht suchbar sind. Gleichfalls wird sichergestellt, dass die Optionen für den Schutz der Privatsphäre jederzeit auffindbar und zugänglich sind, damit Nutzer leicht feststellen können, ob nur ihre Freunde oder alle Nutzer weltweit sehen können, was sie online angeben oder ins Netz stellen. Und schließlich wird gewährleistet, dass zu junge Nutzer von den Angeboten ausgeschlossen werden: richtet sich eine Website an Teenager über 13, sollte verhindert werden, dass sich Jugendliche unter 13 registrieren.
Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 10.2.2009
Quelldatum: 10.02.2009
Quelllink: http://ec.europa.eu/deutschland/index_de.htm

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