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26.04.2009
Urteil wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Kambodscha rechtskräftig
Das Landgericht Kiel hat den angeklagten Musiker wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in vier Fällen zur Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt sowie seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Bundesgerichtshofs hat das auf eine Verfahrensbeanstandung und die Rüge der Verletzung sachlichen Rechts gestützte Rechtsmittel des Angeklagten als offensichtlich unbegründet verworfen.
Der angeklagte 49-jährige, aus Neumünster stammende Berufsmusiker hatte Ende Januar 2007 in Sihanoukville/Kambodscha vier einheimische Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren in unterschiedlicher Weise sexuell missbraucht. Wenige Monate zuvor hatte der HIV-infizierte, mehrfach einschlägig vorbestrafte Musiker Deutschland mit rund 100.000 US-Dollar und einem falschen Pass in Richtung Südostasien verlassen, um dort - anders als hier - ungehindert seine pädophilen Neigungen ausleben zu können. Mit Hilfe von Mitarbeitern zweier Kinderschutzorganisationen und unter Mitwirkung des Bundeskriminalamtes konnte der angeklagte Musiker wenige Tage nach Begehung der Taten festgenommen und nach Deutschland überführt werden.
Das Landgericht Kiel hat die Bestrafung des Berufsmusikers und seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung im Wesentlichen auf die Aussagen der zur Hauptverhandlung angereisten und dort vernommenen kindlichen Opfer sowie anderer Zeugen aus Kambodscha gestützt.
Aktenzeichen: 3 StR 18/09
Quelle: Bundesgerichtshof - PM 67/2009 vom 30.3.2009
Quelldatum: 17.03.2009
Quelllink: http://www.bundesgerichtshof.de

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