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11.07.2010
Zum Entzug der elterlichen Sorge einer Familie mit 6 Kindern
Das Oberlandesgericht Oldenburg hat über den Entzug der elterlichen Sorge bei einer Familie mit 6 Kindern entschieden und beschlossen, dass die beiden älteren Kinder, 9 und 11 Jahre, in den elterlichen Haushalt zurückkehren können, während die drei jüngeren Kinder in der Obhut des Jugendamtes bleiben.
Das Amtsgericht hatte den Eltern wegen einer akuten Kindeswohlgefährdung wesentliche Teile der elterlichen Sorge für 5 Kinder im Februar 2009 entzogen. Dagegen wehrten sich die Eltern mit ihrer Beschwerde vor dem Oberlandesgericht.

Das Gericht hat festgestellt, dass sich die Umstände, die zum Entzug der elterlichen Sorge geführt haben, geändert haben aufgrund einer veränderten Kooperationsbereitschaft der Kindeseltern und der Bereitschaft zur Annahme von Familienhilfe. Bei einer Rückkehr der beiden älteren Kinder werde eine anhaltende Überforderungssituation der Eltern, die ursprünglich zum Entzug der elterlichen Sorge geführt hat, derzeit nicht mehr gesehen. Die Rückkehr der älteren Kinder in den elterlichen Haushalt hat das Gericht mit der Weisung an die Eltern verbunden, Leistungen der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorbehaltlos in Anspruch zu nehmen. Über die elterliche Sorge für die drei jüngeren Kinder hat das Gericht ausdrücklich noch nicht entschieden, da hierfür noch eine weitere Aufklärung des Sachverhaltes und der familiären Situation notwendig sei.
Quelle: Oberlandesgericht Oldenburg - PM vom 25.06.2010
Quelldatum: 25.06.2010
Quelllink: http://www.oberlandesgericht-oldenburg.nieder

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