Familienrecht | Glossar Familienrecht | Erbrecht | Arbeitsrecht | Warum wir? | Kontakt | Impressum  
 


Steuerklassen

Welche Auswirkungen hat eine dauerhafte Trennung auf die Steuerklasse?

In dem Kalenderjahr, in dem Sie sich trennen, können Sie die bisherige steuerliche Konstellation noch beibehalten oder sie - wenn Sie beide es wollen - kurzfristig ändern. Vom folgenden Jahr an werden Sie als dauernd getrennt lebende Ehegatten steuerrechtlich wie Ledige behandelt bzw. wie bereits Geschiedene.

 

Ist eine Zusammenveranlagung überhaupt noch möglich?

Eine Zusammenveranlagung ist möglich, wenn Sie mit Ihrem Ehepartner in dem betreffenden Steuerjahr - sei es auch nur vorübergehend - zusammen gewohnt haben. Auch bei gescheiterten Versöhnungsversuchen, also wenn Sie das Zusammenleben noch einmal versuchsweise wieder aufgenommen haben, ist eine gemeinsame Veranlagung zulässig. Gescheiterte Versöhnungsversuche haben jedoch keine Auswirkungen auf das sog. Trennungsjahr, welches Voraussetzung für die Scheidung ist.

 

Wann müssen Sie Ihre Lohnsteuerklasse ändern?

Die Änderung der Lohnsteuerklasse soll grundsätzlich zu Beginn des Jahres erfolgen, das auf die Trennung folgt. Dann sind nur noch die Steuerklassen I oder II zulässig. In diesem Zusammenhang kommt es auf Ihre persönlichen Lebensverhältnisse zu Beginn des Veranlagungszeitraums an. Einvernehmlich können Sie die Steuerklasse aber auch schon im Trennungsjahr ändern oder - bei einer Versöhnung - in den Jahren danach.

 

Was ist zu beachten?

Werden Sie in die Steuerklasse I eingestuft, so haben Sie eine deutlich höhere Steuerlast zu tragen. Dies ist bei Unterhaltsvereinbarungen zu berücksichtigen. Darüber hinaus bestehen auch bei Trennung noch Rücksichts- und Solidarpflichten. Unter Umständen kann auch eine Zustimmung zur gemeinsamen Veranlagung durch eine Klage angestrebt werden. Dies ist in der Regel jedoch nur im 1. Trennungsjahr möglich, also vor dem Steuerklassenwechsel.

Siehe auch:
Unterhalt
Ehevertrag