Familienrecht | Glossar Familienrecht | Erbrecht | Arbeitsrecht | Warum wir? | Kontakt | Impressum  
 
08.12.2013
Erbrechtstreitigkeit im Hause Wettin vor dem Landgericht Dresden
Derzeit verhandelt das Landgericht Dresden in einem Rechtsstreit um das Erbrecht nach Prinzessin Virginia von Sachsen.
Prinzessin Virginia war die zweite Ehefrau von Prinz Ernst Heinrich, Herzog zu Sachsen, einem Sohn des letzten sächsischen Königs Friedrich August III. Aus erster Ehe hatte Prinz Ernst Heinrich drei Söhne, die Prinzen Timo, Gero und Dedo. Die Ehe von Prinzessin Virginia mit Prinz Ernst Heinrich blieb kinderlos. Prinzessin Virginia verstarb 2002 in Irland.
Die Kläger sind ihre nächsten noch lebenden Verwandten, eine Nichte und ein Neffe. Beklagter ist Prinz Rüdiger von Sachsen, Sohn von Prinz Timo und testamentarischer Erbe der Prinzen Gero und Dedo.

Prinz Ernst Heinrich war 1971 verstorben und hatte seine zweite Ehefrau als Alleinerbin eingesetzt, seinen Anspruch auf «alle Vermögenswerte in Sachsen, die konfisziert wurden» aber zu gleichen Teilen an seine drei Söhne vermacht. Prinzessin Virginia verfügte in Irland und in der Schweiz über beträchtliches Vermögen. Es existieren zwei Testamente. Eines betrifft das mittlerweile verteilte Vermögen in der Schweiz. Mit dem zweiten, in Irland errichteten Testament, setzte die Erblasserin ihre Stiefsöhne, die Prinzen Dedo und Gero als Erben ein.
Die Kläger sind der Meinung, dass auch Prinzessin Virginia an dem Vermögen der Wettiner beteiligt gewesen sei und dass diese Vermögenswerte von dem in Irland errichteten Testament nicht erfasst seien, so dass die Kläger als gesetzliche Erben an den Restitutionsansprüchen zu beteiligen seien. Der beklagte Erbe steht auf dem Standpunkt, dass Prinzessin Virginia mögliche Restitutionsansprüche des Hauses Wettin nicht geerbt hat, außerdem wären diese Ansprüche von dem in Irland errichteten Testament erfasst.
Aktenzeichen: 2 O 133/13
Quelle: Landgericht Dresden - PM 10/13 vom 28.11.2013
Quelldatum: 04.12.2013
Quelllink: http://www.justiz.sachsen.de/lgdd/

zurück